Das Bild zeigt einen Mann, der im Schlafzimmer staubsaugt.
Frühjahrsputz lohnt auch im Sommer

Putzteufel sparen Energie und Kosten

Putzen lohnt sich nicht nur fürs eigene Wohlbefinden: Schon eine dünne Staubschicht kann zum Beispiel die Leistung einer Heizung um bis zu zehn Prozent verringern. Verbraucherzentralen raten deshalb zu Putzlappen und Feudel zu greifen – das spart nicht nur Energie, sondern auch Geld und CO₂.

1. Möbelrücken für mehr Wärme

Vor dem Putzen macht es Sinn, die Möbel zur Seite zu schieben, damit Staubsauger und Wischfeudel überall gut hinkommen. Und wer schon mal dabei ist, kann beim Zurückrücken überprüfen, ob Sofa, Sessel, Bett oder Schrank nicht zu nah vor dem Heizkörper stehen. Jeder Heizkörper sollte im Raum gut sichtbar sein, damit sich die Wärme nicht dahinter staut, sondern gleichmäßig in den Raum abgegeben werden kann. Ein weiterer Blick lohnt außerdem auf die Gardinen – diese sollten an Fenstern oberhalb der darunter liegenden Heizkörper enden und nicht bodenlang sein. Laut Bundeswirtschaftsministerium lassen sich durch das Freiräumen der Heizkörper bis zu zwölf Prozent der Energiekosten sparen.

Tipp: Der Abstand zwischen Möbeln und Heizkörper sollte nicht weniger als 30 Zentimeter betragen, damit die Luft gut zirkulieren und sich im Raum verteilen kann.

Eine Frau rollt in einem Wohnzimmer einen Teppich zusammen
Um bis zu zwölf Prozent lassen sich die Heizkosten senken, wenn die Heizkörper frei stehen und nicht von Möbeln zugestellt sind.

2. Pflanzen abstauben für höhere Luftfeuchtigkeit

Am großen Putztag sollten die Zimmerpflanzen nicht vergessen werden, denn die Pflanzen geben einen Großteil das Gießwassers über ihre Blätter wieder an die Umgebung ab. Was viele nicht wissen: Feuchte Luft fühlt sich für uns Menschen wärmer an als trockene. Es lohnt sich also, einen grünen Daumen zu haben, denn so kann die Heizung im Vergleich zu einem Raum ohne Grünzeug etwas weiter runtergeregelt werden – ohne dass etwas vom subjektiven Wärmeempfinden verloren geht. Zudem verbessern Pflanzen das Raumklima, da sie CO2 aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Achtung an alle Supersparfüchse: Auf weniger als 16 Grad sollte die Raumtemperatur nicht fallen, denn dann droht sich durch die zu hohe Luftfeuchtigkeit Schimmel zu bilden.

Tipp: Da sich für uns Menschen feuchte Luft wärmer anfühlt als kalte, ist es eine gute Idee die Zimmerpflanzen vom Staub zu befreien, um die optimale Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Sie liegt zwischen 40 und 60 Prozent.

Nahaufnahme zweier Frauenhände die mit einem Tuch eine Zimmerpflanze abstauben
Zimmerpflanzen sollten regelmäßig abgestaubt werden, damit sie mehr Feuchtigkeit abgeben können. Denn feuchte Luft fühlt sich für uns Menschen wärmer an als trockene – auch das hilft Heizkosten zu sparen.

3. Den Heizkörper abwischen für mehr Heizkraft

Zweimal im Jahr sollten die kalten Heizkörper mit einem feuchten Tuch von Staub und Schmutz befreit werden. Die Verbraucherzentrale betont, dass sich alter Staub und Schmutz auf der Oberfläche einbrennen können und so je nach Verschmutzungsgrad die Leistung der Heizkörper um zehn bis 30 Prozent verringern können. Wer schon mal dabei ist, kann auch gleich den Heizkörper entlüften – denn wenn Luft im System ist, verbraucht die Heizung mehr Energie. Bevor der Entlüfterschlüssel angesetzt wird, bitte nicht vergessen, den Putzeimer darunter zu stellen, denn neben Luft entweicht auch manchmal Wasser, dass dann gleich aufgefangen werden kann.

Tipp: Die Heizkörper regelmäßig reinigen, damit Staub und Schmutz die Heizleistung verringern.

4. Dichtungen reinigen für eine gute Energieeffizienz

Wer seine Stromrechnung senken möchte, kann gleich damit anfangen, die Dichtungen von Kühlschrank und Backofen zu reinigen. Denn wenn diese stark verschmutzt sind, schließen die Türen nicht mehr richtig. Die Konsequenz: Dem Kühlschrank entweicht kalte Luft, dem Backofen warme. Beide Geräte müssen mehr Energie aufwenden, um auf die eingestellte Temperatur zu kommen. Bitte achtsam sein beim Putzen mit einem feuchten Lappen und die elektrischen Geräte ausschalten. Beim Kühlschrank sollte zudem das Gitter an der Rückwand nicht vergessen werden. Auch hierdurch lässt sich Strom sparen.

Tipp: Energieverluste lassen sich deutlich reduzieren, wenn Dichtungen von Fenstern und elektrischen Geräte regelmäßig gereinigt werden.

Eine Frau saugt mit einem Baby auf dem Arm ihren Wohnzimmerboden
Die Anschaffung eines neuen Staubsaugers lohnt sich: Neuere Geräte haben eine wesentlich bessere Saugleistung und sind insgesamt effektiver.

5. Filter reinigen für sparsames Staubsaugen

In den meisten Haushalten wird mehrmals pro Woche Staub gesaugt. Zugegeben, es lässt sich hier bei Weitem nicht so viel sparen wie bei unseren Putz-Tipps zur Heizung, aber Kleinvieh macht schließlich auch Mist. Laut Ökotest ist es schon mal gut, wenn der Staubsauger nicht älter als sechs Jahre ist. Es reiche auch oft aus, auf der niedrigeren Stufe zu saugen, um die gleiche Reinigungsleistung zu erzielen. Wichtig für die To-do-Liste am Putztag: Den Filter regelmäßig reinigen und den Beutel wechseln, bevor er proppenvoll ist. Wer dies versäumt, muss damit rechnen, dass die Leistung nachlässt, während die Kosten gleich bleiben oder sogar steigen. Last but not least: Vorher die Saugfläche freiräumen, damit der Staubsauger nicht unnötig läuft, während er nicht gebraucht wird.

Tipp: Ist ein Gerät älter als sechs Jahre, ist es im Verbrauch wahrscheinlich deutlich teurer. Der Grund: In den Jahren vor 2017 lag der Leistungs-Grenzwert laut EU-Gesetz noch bei 1600 Watt, vor 2024 sogar bei 2000 Watt. Neuere Geräte haben trotz geringerer Watt-Zahl eine wesentlich bessere Saugleistung und sind insgesamt effektiver.

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25. Juli 2024
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Klimaschutz

Text: Tanja Requardt. Fotos: Getty Images.

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